larpmünze

LARP Münzen aus Modelliermasse – Gute Idee?!

Da wir selbst einen Con veranstalten wollen, haben wir beschlossen, etwas auszuprobieren: Wir wollen viele Münzen billig und schnell herstellen. Unser Ziel ist es, dass wir die Münzen auf dem Con komplett verschenken, damit mit diesen Münzen tatsächlich auch gespielt wird, die SC diese aus der Hand geben mögen und damit es auch genug Münzen mit geringem Wert gibt ("Hat man jemals genug Kupfer")? Was dabei herausgekommen ist, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Spielidee

Kommen wir also dazu, was wir uns dabei gedacht haben. Wie einleitend geschrieben geht es uns darum, dass die SC nicht auf die Idee kommen, Münzen tatsächlich auch auszugeben. Wir finden, dass das Spiel mit Geld extrem spaßig sein kann und ich persönlich habe kaum Lust soviel Geld dafür hinzulegen, 2-3 Runden Karten zu spielen. Aus diesem Grund haben wir nach Möglichkeiten gesucht wie man LARP-Geld ganz einfach deutlich billiger machen kann und das ganze so, dass da so viel spielerische Interaktion dabei herauskommt wie möglich., schließlich geht es ja um's Spiel und um nichts anderes.

Design

Die Münzen soll es in 3 Größen geben: Ganze Münzen, halbe Münzen und Viertelmünzen (Siehe nachfolgendes Bild) und diese gibt  jeweils als Kupfer, Silber und in Gold.

Zum Vergleich eine Kupfermünze, die im LARP handelsüblich ist, aber relativ klein ausfällt. Jeder der Materialien haben wir ein eigenes Design / Prägung spendiert und die Münzen unterschiedlich gefärbt, wie in nachfolgendem Bild ersichtlich.

münze-geld-ausehen

Größe

Hier sehen wir die "Königklasse", eine volle Goldmünze. Diese ist etwa 5cm im Durchmesser und etwa 3-4mm dick. die fühlt sich nett an und bringt schon so einiges an Gewicht in die Hand.

goldmünze_larp

Schritte der Herstellung

Larpgeld selber machen

1. "Rohling" herstellen

Verwendet haben wir folgendes Material:

 Dabei handelt es sich um ein tonartiges Material. Dieses muss nicht gebrannt werden, wird aber auch nicht vollkommen hart.

Und zur Herstellung der Form folgenden Kekstempel

Eigentlich werden diese Stempel verwendet für die Herstellung von Keksen. Natürlich sehr gut auch für unseren Zweck geeignet, weil das Material relativ genau die Konsistenz von Keksteig hat.

2. "Rohling" grundieren

Der Schritt ist extrem simpel. Wir grundieren die Münze in Schwarz, wir haben dazu schwarzen Buntlack verwendet. Eine schwarze Grundfarbe ist ideal dazu geeignet, später mit Drybrush einen metallisch-abgegriffenen Effekt zu erzielen.

4. Metallfarbe / Drybrush

Die schwarzen Rohlinge mit Trockenbürsten / Drybrush behandeln.

5. Versiegelung

Dafür verwenden wir eine Schicht Trockenleim + eine Schickt handelsüblichen Klarlack.

Materialliste

Die Münzen haben wir aus Modelliermaße  hergestellt. Dazu benötigen wir schwarzen Buntlack, einen Pinsel, Modellfarbe oder Acrylfarbe in Metalloptik handelsüblichen Holzleim  und zum Schluß noch 'Klarlack.

Vorteile

  • Geringe Kosten
    Was am ehesten zu Buche schlägt ist der Lack. Aufgrund der Größe ziehen wir zum Vergleich eine VIERTELMÜNZE = etwaige Größe einer handelüblichen Metallmünze heran.
    Die Kosten einer dieser Viertel sind etwa 6 Cents.
  • Geringer Herstellungsaufwand
    Natürlich ist der Aufwand nicht gering, aber deutlich geringer, als würde man selber gießen oder prägen. Pro Münze rechne ich einen Aufwand von etwa 5-6 Minuten.
  • Hohes Gewicht (haptisch reizvoll)
    Die Münzen wiegen nicht so viel wie Metallmünzen, liegen aber gut in der Hand und haben ein anngenehmes Gewicht.
  • Freie Gestaltung
    Da kann man sich natürlich voll und ganz austoben. Man benötigt nur einen Stempel.
  • Grobes Aussehen, jede Münze unterschiedlich
    Das hat echt was, jede Münze ist anders. Hier zum Beweis:

viertgeold

Die Schattenseiten / Offene Probleme

An dieser Stelle meine Frage in die Community, was können wir besser machen?

Problem 1 / Frage 1 - Die Münzen sind weich

Ganz besonders die HALBEN Münzen sind zu weich, wie man in folgendem Bild sieht:

wabbelig

Problem 2 / Frage - Würdest Du mit diesen Münzen spielen wollen?

Würdest du mit diesen Münzen spielen? Findest du, man sollte da weiter dran feilen? Denkst du, das wäre was für die Community? Denkst Du die Münzen zu groß? Wir freuen uns auf Deine Meinungen!

 

 

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Tasos

Tasos

1996 war mein erstes LARP, seitdem lässt mich dieses tolle Hobby einfach nicht mehr los. Irgendwann habe ich dann diesen Blog gestartet, um etwas zur Community beizutragen. Ich freue mich, dass Du den Weg auf meine Seite gefunden hast!

7 Kommentare zu “LARP Münzen aus Modelliermasse – Gute Idee?!

  1. An sich eine interessante Idee und innerhalb eines Cons sicher gut nutzbar – ob Spieler auf anderen Cons die Münzen dann annehmen, ist eine andere Frage …
    Schön finde ich, dass das Muster je nach Sorte deutlich anders ist, sodass sich auch im Halbdunkel die Münzen gut unterscheiden lassen. Der Drybrusheffekt ist auch schön, aber natürlich kostet das viel Zeit :-/ ob das bei großen Mengen noch so viel Spaß macht …

    Ein Problem sehe ich aber: Die Münzen sind riesig – ZU riesig. 5 cm wäre eine äußerst untypische Größe für eine Münze, dazu kommt dann das untypische Material (Metall fühlt sich nunmal anders an) und das untypische Aussehen – das Ganze wirkt dann eher wie ein Schmuckstück als wie eine Münze, weil wenig Gemeinsamkeiten mit einer “prototypischen” Münze vorhanden sind. Und bei derart großen Münzen ist mein normales Geldsäckchen schon mit 3 Münzen voll, wohingegen ich 20 kleine hineinbekomme.

    Stecken bestimmte Überlegungen hinter der Größe oder wurde die Größe nach dem Stempel ausgesucht?

    Wenn es keine guten Gründe für extrem große Münzen gibt, würde ich sie in normaler Larpmünzengröße machen – oder noch kleiner, wie die immer beliebteren Silberpfennige.
    Das hat erstens den Vorteil, dass die Münzen mehr nach Münzen aussehen und zweitens den, dass der Gewichtsunterschied zwischen Knetmünzen und Metallmünzen gleicher Größe umso geringer ausfällt, je kleiner die Münzen sind.
    Natürlich ist eine große Knetmünze schwerer als eine kleine Knetmünze, aber eine große Metallmünze wäre noch viel schwerer und das fällt auf. Kleine Münzen sind sowieso leichter, da fällt das weniger auf. Und ich finde es ehrlich gesagt auch besser, viele kleine leichte Münzen zu transportieren als wenige große schwere …

    Das würde auch das Biege-Problem lösen.
    Geteilte Münzen sind zwar eine schöne Sache, aber ich finde es etwas schade, dass man dann die vollständigen nicht durchbrechen kann (weil man nunmal das Plastikinnenleben sähe). Vielleicht wäre es auch eine Option, nur geteilte Münzen herzustellen? Münzen mit ungewöhnlicher Form sind sowieso eine coole Sache …

    1. Hallo NRIA! Herzlichen Dank für Deine umfassende Rückmeldung und das Feedback! Ich gebe Dir schon recht, vermutlich ist kaum jemand bereit, diese Münzen gegen gekaufte Münzen einzutauschen, wobei das ja genau der Punkt ist, die Münzen sollen eben KEINEN Wert haben, das sehen viele LARPer allerdings anders, ist natürlich 100% ok und in keinster Weise zu kritisieren, meine subjektive Meinung ist dazu einfach ein klein wenig anders. :-) Die Idee mit einer exotischen Form war mir auch schon gekommen, das ist tatsächlich echt cool, sollte es auch mehr geben, finde ich. Die Größe war auch vom Stempel abhängig, aber mein Gedanke war ganz einfach, dass große Münzen einfach cooler sind, als kleine Münzen. Das mit dem Durchbrechen wäre natürlich absolut genial, aber ganz klar nicht machbar. Es gab auch die Idee, ob man Knetmünzen mit Metall beschichten könnte, dadurch würden Sie einerseits hart, andererseits wären Sie dann haptisch und akustisch auch realisitischer. Auf Facebook, in der Bastelgruppe wurde und wird das Thema noch ziemlich aktiv diskutiert und insgesamt kommt die Idee nicht gut an, aber hey, man muss mal neue Ideen wagen, richtig? Außerdem habe ich so unbeschreibliche viele Ideen und Anregungen bekommen, da MUSS ich ja bald die nächste Version entwickeln, find’s eigtl auch total toll, wenn die Community in sowas miteinbezogen wird und kräftig diskutiert!

      1. Wenn gut aussehende sehr günstige Münzen im Larp verbreitet wären, wäre das schon cool – allerdings ist die Herstellungszeit pro Münze vermutlich etwas zu lang, als dass es jeder nachmachen würde, und solange man nur Metallmünzen kaufen kann (die dann den Vorteil haben, wirklich wie echte Münzen zu wirken von Haptik und Geräusch her), werden sich andere Materialien eher nicht großflächig durchsetzen.

        Diese Art Münze hätte man vor 15-20 Jahren verbreiten müssen, ehe Metallmünzen allgegenwärtig waren … (wobei ich nicht weiß, ob nicht schonmal Leute Münzen aus Fimo o.ä. hergestellt haben; als ich 2003 mit Larp anfing, hatte schon jeder Metallmünzen)

  2. Huhu,

    interessante Idee! Also Spielen würde ich mit den Münzen, aber ich habe z.B. auch kein Problem mit Systemen, die Papiergeldscheine als Währung benutzen (ist halt einfacher zu produzieren). Münzen sind allerdings schon cooler.
    Optisch finde ich diese Münzen gut und auch die Idee mit dem Keks-Stempel finde ich richtig kreativ! Es gibt online auch einige Anbieter, wo man sich selbst nach einer Grafikvorlage Stempel anfertigen lassen kann, also nach dem Prinzip sollte ne Menge möglich sein. 5cm sind, denk ich schon ein bisschen groß, aber dadurch, dass es auch halbe und viertel Münzen gibt, wieder etwas ausgeglichen.
    Was die Stabilität angeht, wäre es vielleicht möglich sowas wie Unterlegscheiben (oder Metallplättchen) mit einzuarbeiten (quasi in Sandwich-Bauweise)? Ginge dann vermutlich aber nur für die ganzen Münzen… Das würde die Münzen noch ein wenig schwerer und stabil machen.

    LG, Julia

    1. Hallo Julia! Vielen Dank für das Feedback! Die Idee mit den unterlegscheiben finde ich jetzt mal richtig klasse. Wird nur etwas schwierig diese in der Münze zu zentrieren, bzw das einzuarbeiten, aber da gibt es bestimmt eine Möglichkeit! Sehr coole idee, finde ich!

  3. Finde die Idee grundsätzlich gut! Habt ihr das mal mit Fimo zum Ofenbrennen oder mit selbsttrocknendem Ton ausprobiert? Gerade letzter müsste biegefest sein und nicht absplittern. Ich selbst habe mir einen haufen Larpmünzen gekauft, wäre aber nicht abgeneigt welche mit eigener Prägung zu versuchen (z.B. mit dem Abbild meines Herren etc). Lediglich die Größe würde ich stark reduzieren: Goldmünzen nur in Größe eines Daumennagels, Silber in der Größe eines 1 oder 2 Euro Stückes und das Kupfer auch nicht viel größer, dann spart man sich die Viertel und Halbmünzen……aber viel interessanter finde ich die Idee in Verbindung mit andersförmigen Zahlungsmitteln, wie z.B. Stiftförmig oder kleine Würfelförmige…..je nach Spielewelt.

    1. Hi Rurik! Vielen Dank für das Feedback. Mein Gedanke war, dass große Münzen evtl. auch als besonders gut wahrgenommen werden könnten, nach dem Motto “Viel in der Hand”.Die Idee mit den Vierteln war eigtl. auch so gedacht, dass man sich einmal was anderes ausdenkt. Mit der Größe überlege ich auf jeden Fall nochmal, das habe ich jetzt schon mehrfach gehört, dass das als eher problematisch angesehen wird. Insgesamt muss ich sagen, mit so viel Feedback habe ich ganz ehrlich nicht gerechnet. Nun habe ich eine ordentlich lange Liste und sicherlich wird’s bald den nächsten Versuch geben :-) Natürlich probiere ich das auch mal aus, ein anderes Material – wie auch von Dir vorgeschlagen – zu verwenden. Hast du für selbsttrocknenden Ton eine Empfehlung vielleicht für mich?

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